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VPU widerspricht Henke

Der Verband der Pflegedirektorinnen und Pflegedirektoren der Universitätskliniken und Hochschulen Deutschlands (VPU) hat sich gestern für das Prinzip der Substitution stark gemacht. Er widersprach damit dem Vorsitzenden des Marburger Bundes, Rudolf Henke, der jüngst die Substitution ärztlicher Leistungen durch Pflegekräfte abgelehnt hatte.

Der VPU-Vorstandsvorsitzende, Torsten Rantzsch, wies darauf hin, dass es „im Hinblick auf die Qualität der Patientenversorgung und die bekanntermaßen begrenzten Ressourcen im Gesundheitssystem" nicht darum gehen dürfe, „den traditionellen Kompetenzbereich einer einzelnen Profession zu zementieren." Vielmehr sei entscheidend, welcher Beruf im Versorgungsprozess den größtmöglichen Nutzen bringe und dazu beitrage, Versorgungsengpässe zu vermeiden. Dabei müssten die Aus- und Weiterbildungsinhalte an die neuen Aufgaben angepasst werden, sagte Rantzsch.

Darüber hinaus forderte der VPU „die verbindliche Regelung der abgestimmten Qualifikationen, Verantwortlichkeiten und Kompetenzen in einem entsprechenden Berufsgesetz." So will der Verband unter anderem größtmögliche Rechtssicherheit und Transparenz gewährleisten.

Während beim Prinzip der Delegation der Arzt die an die Pflegekraft übertragenen Tätigkeiten überwacht und etwa den Behandlungserfolg kontrolliert, werden bei der Substitution ärztliche Leistungen von Pflegenden eigenverantwortlich übernommen.

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