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SVR für regionale und multiprofessionelle Versorgungskonzepte

Um besonders in ländlichen Gemeinden und Regionen drohende Unterversorgungserscheinungen zu vermeiden und eine bedarfsgerechte pflegerische Langzeitversorgung sicherstellen zu können, spricht sich der Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen für variable pflegerische Versorgungskonzepte und Modelle aus. Bei der Vorstellung des aktuellen Gutachtens sagte die Gesundheitsweise Doris Schaeffer gestern, diese müssten regional unterschiedlich ausfallen und multiprofessionelle Versorgungslösungen bieten.

Angesichts des erwartungsgemäß ansteigenden  Pflegebedarfs bei gleichzeitigem Fachkräftemangel müsse man künftig stärker die Sicherung der Autonomie der Menschen im Fokus haben. Schaeffer sprach sich für vermehrt präventiv ausgerichtete Versorgungsmodelle aus. Diese sollten auf Information und Beratung setzen und vorrangig ambulant unter Einbeziehung informeller Helfer erfolgen. Studien hätten gezeigt, dass Prävention und Gesundheitsförderung auch im hohen Alter und trotz gesundheitlicher Einbußen noch zu einem Gewinn an Gesundheit und Lebensqualität führen. Der Bewegungs- und Mobilitätsförderung sowie Maßnahmen zur Ernährung kämen hohe Bedeutung zu. Allerdings zielten viele Aktivitäten immer noch auf das junge Alter. Hochbetagte seien weitgehend aus Aktivitäten und Studien ausgenommen. Ähnliches gelte für das Thema „Prävention von und bei Pflegebedürftigkeit". Schaeffer bemängelte, die Präventionsforschung habe Pflegebedürftige und die Pflege noch nicht ausreichend im Blick.

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