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Pflegerat und Ärztegewerkschaft warnen vor Personalabbau

Der Deutsche Pflegerat (DPR) und die Ärztegewerkschaft Marburger Bund (MB) haben vor einem massiven Personalabbau durch Mittelkürzungen des Bundes gewarnt. Durch das geplante Auslaufen des Versorgungszuschlages in Höhe von 0,8 Prozent der Krankenhausentgelte zum Ende dieses Jahres zugunsten einer Verrechnung mit den sogenannten Mehrleistungsabschlägen auf Landesebene würden den Kliniken insgesamt rund 500 Millionen Euro entzogen. Dabei seien vor allem für jene Häuser, die keine oder nur geringe Mehrleistungen erbrächten, finanzielle Defizite unvermeidbar. Als Reaktion fürchten DPR und MB deshalb Personaleinsparungen, um den Einnahmenausfall auszugleichen. Es drohe ein Verlust von mehreren Tausend Pflege- und Arztstellen.

Ein derartiger Stellenrückgang werde den Leistungsdruck der Beschäftigten weiter erhöhen und die Krankenhausversorgung erheblich verschlechtern, warnten die Spitzenorganisation der Pflege und die Gewerkschaft der angestellten und beamteten Ärzte in einer gemeinsamen Erklärung. „Wir brauchen mehr Geld für Pflegepersonal und Hebammen in den Krankenhäusern und nicht weniger", sagte DPR-Präsident Andreas Westerfellhaus in Berlin. Aus seiner Sicht müssten allein in der Pflege zusätzlich 50.000 Stellen eingerichtet werden, um den bestehenden Mangel an Fachkräften auszugleichen.

Das sieht die Ärzteschaft ähnlich. „In den Krankenhäusern fehlt es überall an Personal", sagte MB-Chef Rudolf Henke. Dieses Problem würde durch das Auslaufen des Versorgungszuschlags noch verschärft. „Solange die Arbeiten der Bund-Länder-Kommission an der geplanten Finanzierungsreform noch nicht abgeschlossen sind, bestehen die Gründe für den pauschalen Versorgungszuschlag unverändert fort", sagte Henke.

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