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Totenscheine von Pflegeheimbewohnern oft falsch

Die Qualität der ärztlichen Leichenschau bei Bewohnern deutscher Pflegeheime lässt offenbar sehr zu wünschen übrig. Wissenschaftler der Medizinischen Hochschule Hannover kommen in einer aktuellen Studie zu dem Ergebnis, dass nur in etwa 53 Prozent der Fälle die auf dem Totenschein angegebene Todesursache auch mit der tatsächlichen Todesursache übereinstimmt. Zudem habe sich gezeigt, dass etwa ein Zehntel der als natürlich attestierten Todesfälle nicht natürliche Ursachen hatten. Dazu gehörten äußere Einwirkungen etwa durch Unfälle, aber auch Suizide sowie strafbare Handlungen. Umgekehrt lagen aber auch in 40 Prozent der als nicht natürlich eingestuften Todesfälle natürliche Ursachen vor.

Die Forschergruppe hatte nachträglich die auf den Totenscheinen eingetragenen Todesursachen von insgesamt 356 über 60-jährigen Heimbewohnern mit den Ergebnissen einer späteren Obduktion verglichen. Im Fazit schließen die Studienautoren, dass nicht natürliche Todesursachen mit steigendem Alter immer seltener bemerkt werden.
 

In einer früheren Fassung dieser Meldung hatten wir unter Bezug auf eine Meldung der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung" fälschlicherweise berichtet, dass jeder zehnte Todesfall in deutschen Pflegeheimen auf nicht natürliche Ursachen zurückzuführen sei.

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