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Sozialverband fordert Ausbau des Palliativnetzes

Anlässlich der großen Orientierungsdebatte zur Sterbehilfe im Bundestag hat der Sozialverband VdK eine stärkere Palliativversorgung in Deutschland gefordert. „Die große Mehrheit will am Ende des Lebens nicht allein sein", sagte VdK-Präsidentin Ulrike Mascher in Berlin. „Diesen Wunsch sollten wir respektieren." Deshalb sei es unbedingt erforderlich, die Versorgung für Schwerstkranke und Sterbende auszubauen.

Erst am Montag waren Pläne der Koalition bekannt geworden, die den Aufbau eines flächendeckenden Hospiz- und Palliativnetzes vorsehen. „Insbesondere im ländlichen Raum fehlt es noch an ausreichenden Angeboten", sagte Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe gegenüber Station24. Während bei der heutigen Debatte im Bundestag zu dem Vorhaben weitestgehend Einigkeit herrschte, waren Details wie der künftige Grad der Kostenerstattung für Hospizaufenthalte bislang noch offen. In einem zwischen dem Minister und Gesundheitspolitikern der Koalitionsfraktionen abgestimmten Papier ist von einem Anstieg auf 95 Prozent Erstattung durch die Kassen die Rede. CSU-Chef Horst Seehofer hingegen sprach von einer vollständigen Übernahme der Kosten.

Der VdK fordert die Stärkung von Palliativstationen in Krankenhäusern und Hospizen sowie der Spezialisierten Ambulante Palliativversorgung, die bei besonders schwierigen Krankheitsverläufen den Einsatz eines Palliativteams vorsieht, was für Erkrankte einen Wechsel in die stationäre Behandlung erspart. Zwar hätten gesetzlich Krankenversicherte bereits seit 2007 einen rechtlichen Anspruch darauf. „Doch die Anträge werden oft von den Krankenkassen abgelehnt", sagte Verbandspräsidentin Mascher. Hier müsse die Politik gegensteuern und bessere Rahmenbedingungen für die medizinische Versorgung am Lebensende schaffen.

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