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Kurzzeit-Therapie schützt Diabetiker vor Depressionen

Jeder dritte Diabetespatient läuft Gefahr, eine Depression zu entwickeln. Vor dieser psychischen Erkrankung schützt die neue Kurzzeit-Verhaltenstherapie „DIAMOS – Diabetesmotivation stärken". Darauf wies die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) in ihrer gestrigen Pressemitteilung hin.

Depressionen seien für Diabetespatienten gefährlich, weil sie die Stoffwechselerkrankung häufig verschlechterten. Die Wahrscheinlichkeit, eine behandlungsbedürftige Depression zu entwickeln, lag bei den Teilnehmern der Kurzzeit-Therapie um 37 Prozent niedriger im Vergleich zu Patienten, die fünf Sitzungen an einer Diabetesschulung teilnahmen. Das belegten aktuelle Studienergebnisse, wie die DDG weiter berichtet. 

Die DIAMOS-Gruppentherapie wird von Psychologen angeleitet und besteht aus fünf Kursbausteinen zu je 90 Minuten. Zudem werden die Teilnehmer vier Mal im Laufe eines Jahres telefonisch kontaktiert. Ziel des Programms sei es, die Depressivität zu reduzieren und den Ausbruch einer behandlungsbedürftigen Depression zu verhindern. Gemeinsam mit dem Berater sollen Teilnehmer in fünf Schritten Probleme im Zusammenhang mit Diabetes identifizieren, Lösungsstrategien erarbeiten, negative Einstellungen verändern und Ressourcen aktivieren. Am Ende der DIAMOS-Intervention stehe eine Vereinbarung über konkrete Schritte, wie man Belastungen im Alltag reduzieren könne.

„Sowohl die Diabetesschulung als auch die DIAMOS-Kurzzeittherapie verbesserten das Selbstmanagement und die Zufriedenheit der Patienten in vergleichbarem Maße", sagte Studienleiter PD Dr. Bernhard Kulzer. „Aber was die Reduktion depressiver Symptome und diabetesbezogener Belastungen betrifft, war DIAMOS eindeutig effektiver als die Schulung."
 

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