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Behandlung von Schmerzpatienten nur bei 12 Prozent möglich

In Deutschland leben über 2,8 Millionen Menschen mit schweren chronischen Schmerzen. Das teilte der Berufsverband der Ärzte und Psychologischen Psychotherapeuten in der Schmerz- und Palliativmedizin in Deutschland e.V. (BVSD) am Montag mit. Analysiert wurden dafür ambulante Diagnosedaten von rund 71,6 Millionen GKV-Versicherten des Bundesversicherungsamtes (BVA) für das Jahr 2013. „Die schmerzmedizinische Unterversorgung in Deutschland ist erschreckend. Nur etwa jeder achte Patient kann von einem der 1.102 ambulant tätigen Schmerzärzte, die auf die Behandlung von Patienten mit chronischen Schmerzen spezialisiert sind, versorgt werden", sagte Prof. Dr. Dr. Joachim Nadstawek, BVSD-Vorsitzender.

Der BVSD fordert das Bundesministerium für Gesundheit auf, seiner Aufsichtspflicht gerecht zu werden, um die schmerzmedizinische Versorgung in Deutschland zu verbessern. Denn bei der Gemeinsamen Selbstverwaltung der Krankenkassen und Ärzteschaft stelle der BVSD mangelnde Handlungsbereitschaft fest, obwohl das Problem der Unterversorgung seit langem bekannt sei, so Nadstawek. Die Versorgung chronisch schmerzkranker Patienten sei vom Erweiterten Bewertungsausschuss zuletzt im Jahr 2009 als besonders förderungswürdige Leistung eingestuft worden. Bislang allerdings ohne jegliche Effekte. Es gebe zu wenige Schmerzärzte, keine Bedarfsplanung und der Nachwuchs fehle.

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