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Kritik an Gröhes Plänen zur Palliativversorgung

Der von Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) auf den Weg gebrachte Ausbau der Palliativversorgung reicht nach Einschätzung von Experten noch nicht aus, um Lücken in der Versorgung sterbender Menschen zu schließen. Das zeichnet sich kurz vor einer Verbändeanhörung im Gesundheitsministerium ab wie die „Rheinische Post" am Montag berichtet.

So fordere die Deutsche Stiftung Patientenschutz die Ungleichbehandlung zwischen Hospizen und Pflegeheimen zu beenden. „Sterbende Pflegeheimbewohner müssen in den gesetzlichen Hospizleistungen den Hospizbewohnern gleichgestellt werden", zitiert die Zeitung den Verband. Die jährlichen Mehrausgaben durch diesen Schritt schätzt die Stiftung auf 600 Millionen Euro. Sie setzt sich zudem für eine bessere Datenbasis ein und verlangt, dass die Regierung alle zwei Jahre einen Bericht zur Situation und Versorgung Sterbender in Deutschland vorlegt.

Die Stiftung sieht einen Zusammenhang zwischen dem Palliativgesetz und dem danach folgenden Sterbehilfegesetz. Dieses werde jedoch nicht verhindern können, dass auch weiterhin Menschen aus Deutschland zum assistierten Suizid in die Schweiz fahren. Da aber derzeit schon knapp 45 Prozent der Suizide in Deutschland von über 60-Jährigen begangen würden, obwohl diese Altersgruppe nur 27 Prozent der Bevölkerung ausmache, müsse die Suizidprävention für alte Menschen gestärkt werden.

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