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„Ohne die professionelle Pflege geht in dieser Gesellschaft nix"

Der Präsident des Deutschen Pflegerates (DPR), Andreas Westerfellhaus, hat die Pflegenden dazu aufgerufen, sich nicht weiter fremdbestimmen zu lassen. „Unsere Profession muss sich selbstbestimmen", forderte Westerfellhaus in seiner Eröffnungsrede auf dem Junge Pflege Kongress heute in Dortmund. Fremdbestimmung habe die Berufsgruppe noch nie weitergebracht, dafür aber Motivation und große Solidarität. Deshalb rief der DPR-Chef die Pflegekräfte auch dazu auf, sich für die Einrichtung von Pflegekammern in der Bundesrepublik auszusprechen.

Zwar werde die Pflege in der politisch und gesellschaftlichen Debatte zunehmend wahrgenommen, allerdings sprächen gerade Politik und Pflege nicht immer eine Sprache, betonte der DPR-Präsident vor den rund 2.000 Teilnehmern der Veranstaltung. Deshalb forderte Westerfellhaus von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe vor allem klare Strukturen und mehr Aufmerksamkeit: „Wann bekommt die Pflegepolitik endlich den Stellenwert wie etwa die Energiepolitik oder die Bundeswehrreform", fragte der DPR-Präsident in Richtung Gröhe. Nur so könnte die Versorgung der Menschen im Land verbessert werden.

Dazu sei aber auch eine Ausbildungsreform unerlässlich. In diesem Zusammenhang unterstrich Westerfellhaus erneut, dass es bei der Generalistik nicht um die Abschaffung der Altenpflege gehe und sprach damit vor allem die Gegner der Reform an. Die gemeinsame Ausbildung werde gebraucht. „Wir sind eine Profession, wir lassen uns nicht auseinander treiben".

Darüber hinaus lobte der Pflegerats-Präsident die öffentlichen Protestbewegungen, die auf die Missstände der Pflege wie beispielsweise mangelndem Fachpersonal und eine zu geringe Vergütung aufmerksam machen. Allerdings dürfe die Pflege nicht am Boden liegen bleiben. „Wir müssen jetzt aufstehen", motivierte der DPR-Chef die Berufsgruppe und forderte gleichzeitig mehr Selbstbewusstsein. Aktuelle Studien hätten gezeigt, dass Pflegekräfte das Aushängeschild der Krankenhäuser seien. Darauf sollte die Profession stolz sein. Denn „Qualität in der Versorgung erzeugen Menschen und nicht Maschinen", so Westerfellhaus.

 

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