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Reha vor neuen Herausforderungen

Einrichtungen der Rehabilitationsmedizin stehen vor einer Reihe von Herausforderungen. Das wurde auf dem Businiess Dinner Reha der Beratungsfirma Softsolution am Donnerstagabend in Berlin deutlich. Der Gesundheitsökonom Günter Neubauer etwa rief die Rehakliniken dazu auf, auf die Kommunen zuzugehen und diese bei der Versorgung der lokalen Bevölkerung mit akutmedizinischen Leistungen zu unterstützen. Das berge die Chance, die Kommunen für sich zu gewinnen. Die in den Einrichtungen beschäftigten Mediziner könnten durchaus auch akutmedizinische Leistungen erbringen.

„Völlig unterschätzt" wird Neubauer zufolge die Bedeutung von Reha in der Pflege. So müssten ambulante Reha-Dienste stärker in den Pflegeheimen zum Einsatz kommen, forderte der Münchner Professor für Gesundheitsökonomik. Die wachsende Zahl von älteren und multimorbiden Reha-Patienten bringe aber auch neue Herausforderungen für die Reha-Einrichtungen mit sich, etwa beim Kampf gegen multiresistente Keime.

Thomas Ballast, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Techniker Krankenkassen (TK), forderte eine stärkere integrierte Versorgung, zu der auch Reha-Einrichtungen gehörten. Er verwies auf den im Zuge des Krankenhausstrukturgesetzes geplanten Strukturfonds, der unter anderem helfen soll, bisherige Akutkliniken für andere Versorgungszwecke umzuwandeln. Dabei müsse sich die Reha aber auch darauf einstellen, dass wie in der Akutmedizin künftig die Ergebnisqualität eine stärkere Rolle spiele. Ballast sagte zu den anwesenden Vertretern aus den Kliniken: „Pay for Performance in der Reha – auch damit müssen Sie sich auseinandersetzen." Rehabilitationsmedizinische Leistungen müssten künftig auch stärker auf Evidenz basieren.

Der CSU-Abgeordnete Erich Irlstorfer, der Mitglied im Bundestags-Gesundheitsausschusses ist, nannte in seiner Rede den demografischen Wandel als Leitthema, insbesondere die Zunahme dementieller Erkrankungen. Diesem könne durch eine gute Reha begegnet werden. Er könne nicht nachvollziehen, dass bei der Begutachtung von Pflegebedürftigen die Zahl der Empfehlungen für eine Reha-Maßnahme so niedrig sei, sagte Irlstorfer. Möglicherweise müssten auch Pflegekräfte nachqualifiziert werden, um für Patienten Besserungschancen durch Reha-Maßnahmen frühzeitig identifizieren zu können.

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