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Patientenberatung geht vermutlich an Privatanbieter

Das Privatunternehmen Sanvartis erhält offenbar den Zuschlag im Vergabeverfahren der Krankenkassen für die bundesweite Patientenberatung. Die von dem bisherigen Anbieter geforderte Prüfung durch die Vergabekammer des Bundeskartellamts habe keine Fehler gefunden, wie der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) am Freitag mitteilte. Das war die letzte Chance der bisherigen "Unabhängigen Patientenberatung" unter maßgeblicher Trägerschaft des Sozialverbands VKD, im Vergabewettkampf mit dem vermeintlichen Spitzenreiter Sanvartis Berücksichtigung zu finden. Über die Details des bisherigen Ausschreibungsverfahrens herrscht aber weiter Stillschweigen.

Kritiker an dem Bewerber Sanvartis, der in der Vergangenheit nach eigenen Angaben als Kundendienstleister für Krankenkassen und Pharmaunternehmen auftrat, hatten die Nachprüfung ausgelöst. Zuletzt hatte die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) die Bewerbung eines kassennahen Unternehmens wie Sanvartis scharf kritisiert. DKG-Geschäftsführer Georg Baum sagte im Interview mit f&w, das Gesetz betone schließlich die Unabhängigkeit der Beratungseinrichtung von den Krankenkassen. „Am besten sollten die Aufgaben, Mittel und Stellen direkt dem Patientenbeauftragten zugeordnet werden, statt eine Beratungseinrichtung zu beauftragen. Unser Vertrauen hätte Herr Staatssekretär Laumann in jedem Falle", sagte Baum.

Das Bundeskartellamt bescheinigt der GKV aus deren Sicht das Einhalten aller geltenden Verfahrensvorschriften. Die Entscheidung sei zu dem im Einvernehmen mit dem Patientenbeauftragten der Bundesregierung, Karl-Josef Laumann, getroffen wurden, sagte der GKV-Vorstandsmitglied Gernot Kiefer. Laumann bestätigte die Angaben der GKV in einer aktuellen Stellungnahme. Über die genauen Beweggründe der Entscheidung für Sanvartis wolle der CDU-Politker aber nichts sagen. Nach Abschluss würden „der GKV-Spitzenverband und ich unsere Entscheidungsgründe selbstverständlich erläutern", fügte Laumann hinzu.

 

 

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