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Nobelpreis für traditionelle chinesische Medizin

Der diesjährige Nobelpreis für Medizin ging an die Chinesin Youyou Tu für die Entdeckung der Malaria-Medizin „Artemisinin", die Tu aus antiken Quellen wieder zum Leben erweckt hatte. Tu leitete in den 1960er und 70er Jahren die Suche nach einem Ersatzwirkstoff für die damals immer weniger effektiven Gegenmittel in der antiken Kräutermedizin des Landes. Ziel war es, dem kommunistischen Regime im Vietnamkrieg beim Kampf gegen die Seuche zu helfen. Der schlussendliche Erfolg musste durch Selbsttests von freiwilligen Forschern nachgewiesen werden, heißt es in einem Artikel von Youyou Tu im Fachmagazin „Nature Medicine" in 2011 (Quelle in Englisch).

Zuvor habe ihr Team über 2.000 Kräutermischungen in den Dörfern des kommunistischen Staates getestet. Die eigentliche Arznei brachte zunächst keine zufriedenstellenden Ergebnisse. Erst eine Literaturrecherche in antiken chinesischen Texten, schreibt Tu, habe Hinweise auf die richtige Extraktion des Wirkstoffs aus der Pflanze Artemisia annua L. gegeben. Wäre Tu diese Entdeckung verwehrt geblieben, so die Begründung des Nobelpreis-Komitees, wären seitdem Millionen mehr Menschen an der Krankheit gestorben.

Für ihre Entdeckung des Wirkstoffes Avermectine zum Kampf gegen den parasitären Fadenwurm erhielten neben Tu der Ire William Campbell und der Japaner Satoshi Ōmura den Nobelpreis für Medizin.

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