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Forschungsprojekt zur Arzneimittelsicherheit in Heimen gestartet

In Münster untersuchen Hausärzte, Apotheken und Wissenschaftler der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität Salzburg derzeit die Arzneimittelsicherheit in Pflegeheimen. Ziel der Initiative „InTherAKT" sei es, schwere medikamentöse Nebenwirkungen bei Bewohnen zu reduzieren und die Kommunikation zwischen den Berufsgruppen zu verbessern, heißt es in einer entsprechenden Mitteilung vom Mittwoch. Durchschnittlich nähmen Heimbewohner in Deutschland täglich etwa 3,6 verschiedene Arzneistoffe zu sich – zum Beispiel gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Demenz, Depressionen, Schmerzen oder Inkontinenz, sagte der Projektleiter Jürgen Osterbrink. Da sei es kein Wunder, „dass medikamentöse Nebenwirkungen in Altenheimen an der Tagesordnung sind", so der Professor für Pflegewissenschaft in Münster.

Hinzu kommt der Präsidentin der Apothekerkammer Westfalen-Lippe, Gabriele Regina Overwiening, zufolge, dass 10 Prozent aller Klinikeinweisungen von Hochbetagten auf unerwünschte Arzneimitteleffekte zurückzuführen sind. Jedoch sei rund die Hälfte dieser Einweisungen vermeidbar.

Auch die Zusammenarbeit von Pflegenden, Ärzten und Apothekern analysiert das Projekt. „Wir wissen aus Erfahrung, dass schon kleine Informationsbrüche oder Missverständnisse zwischen den Beteiligten Berufsgruppen ausreichen, um die Medikation negativ zu beeinflussen", sagte Osterbrink. Deshalb soll es unter anderem gezielte Schulungen zur Arzneimitteltherapiesicherheit und Konferenzen für komplexe Fälle geben. Darüber hinaus ermögliche die Entwicklung der InTherAKT-online-Kommunikationsplattform eine strukturierte Medikationsprüfung.

An dem auf zwei Jahre angelegten Projekt nehmen insgesamt 14 heimversorgende Hausärzte, 11 Apotheken und neun Heime teil.

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