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Aussetzungsvorhaben der Pflegeberufsreform weiter in der Kritik

Die Kritik an dem vergangene Woche initiierten Generalistik-Moratorium reißt nicht ab. Nachdem sich bereits der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) und der Deutsche Pflegerat (DPR) klar gegen einen Aufschub der generalistischen Ausbildung ausgesprochen haben, positioniert sich nun auch der Verband der Pflegedirektorinnen und Pflegedirektoren der Universitätskliniken und Medizinischen Hochschulen Deutschlands (VPU) gegen eine Aussetzung des Gesetzgebungsverfahrens zur Pflegeberufsreform. 

Für den Verband sei es „vor dem Hintergrund seiner langjährigen Forderung nach einer generalistischen Pflegeausbildung sowie der Parallelität von schulischer und hochschulischer Ausbildung, in keiner Weise hinzunehmen, dass die gestellten Weichen für die Zukunft der Pflege gefährdet werden", heißt es in einer entsprechenden Mitteilung. Die aufgeworfenen Fragen im Antrag zum Moratorium bis zur Verabschiedung des Gesetzes könnten „auch ohne Verfahrensaussetzung" geklärt werden, betonte der VPU-Vorstandsvorsitzende Torsten Rantzsch am Montag in Berlin.

Ähnlich sieht das auch der Verband der Schwesternschaften vom Deutschen Roten Kreuz (VdS). So hätten Interessenverbände, Politiker und Parteien im Laufe des jahrelangen Diskussionsprozesses auf dem Weg zum jetzt vorliegenden Gesetzesentwurf „zahllose Gelegenheiten" gehabt, sich konstruktiv einzubringen, sagte die VdS-Präsidentin Gabriele Müller-Stutzer am Montag in Berlin. „Jetzt ein Moratorium vorzuschlagen und die generelle Ausrichtung des Gesetzesentwurfes komplett zu hinterfragen, ist schlicht nicht zielführend und berufspolitisch schädlich", so die Generaloberin.

Auch der Leiter des Deutschen Instituts für angewandte Pflegeforschung (dip), Frank Weidner, hatte sich am Montag klar gegen einen Aufschub der Pflegeberufsreform gestellt. Zwar gebe es noch offene Fragen wie etwa die Finanzierung und die konkrete Umsetzung der praktischen Ausbildung. „Aber das alles sind keine Gründe, um den Gesetzgebungsprozess zu stoppen", sagte Weidner.

 

 

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