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Spectaris warnt vor „TTIP light"

Die stockenden Verhandlungen um das geplante Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA, TTIP, sorgen die Unternehmen der Medizintechnik. Der Branchenverband Spectaris warnte am Montag in einer Pressemitteilung vor der Debatte über ein sogenanntes „TTIP light", das sich auf den Abbau von Zöllen beschränke.

Trotz der guten transatlantischen Handelsbeziehungen gebe es immer noch bedeutende Handelsbarrieren, die das Wachstumspotential des transatlantischen Warenverkehrs hemmten, heißt es in der Mitteilung. Vor allem seien es sogenannte nicht-tarifäre Handelshemmnisse –beispielsweise doppelte Marktzugangsverfahren oder unterschiedliche Normen und Standards – die zu einem erheblichen Kosten- und Mehraufwand führten und insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen belasteten. „Europa und die USA sind auf eine starke und zukunftsgerichtete Partnerschaft angewiesen. Aus diesem Grund sprechen wir uns weiterhin für ein ambitioniertes transatlantisches Handelsabkommen aus", teilte Spectaris-Geschäftsführer Tobias Weiler mit.

Das transatlantische Handelsabkommen stelle eine gute Chance dar, um bestehende Handelsbarrieren abzubauen und somit mehr Wachstum und Arbeitsplätze auf beiden Seiten des Atlantiks zu generieren. Das in Verhandlung befindliche Kapitel zu Medizintechnik stelle für die Branche eine „ausgezeichnete Gelegenheit dar, um eine deutliche Vereinfachung der Marktzugangsverfahren von Medizinprodukten zu erreichen". Spectaris weist auf die in diesem Kapitel vorgesehenen Maßnahmen hin: die gegenseitige Anerkennung der Qualitätsmanagementsystem-Audits, die Übereinstimmung der Identifizierungs- und Rückverfolgbarkeitssysteme und die Einführung eines einheitlichen elektronischen Übermittlungssystems.

 

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