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Gröhe und Westerfellhaus verteidigen neue Pflegeausbildung

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe und der Präsident des Deutschen Pflegerats (DPR) Andreas Westerfellhaus haben die neue Pflegeausbildung in einem gemeinsamen Interview in den „Stuttgarter Nachrichten" verteidigt. Wenn aus drei Ausbildungen eine werde, verflache das nicht etwa die Basisausbildung. Stattdessen werde man den sich ändernden Anforderungen in Krankenhäusern und Pflegeheimen gerecht. Das Reform-Moratorium seitens der Grünen sei hingegen „verantwortungslos". Krankenpfleger brauchten zunehmend altenpflegerische Kenntnisse. Umgekehrt brauche es in Pflegeheimen krankenpflegerisches Wissen. „Dafür müssen wir unsere Pflegekräfte fit machen", betonte Gröhe im Interview.

Die Reform entspräche dem Wunsch der Auszubildenden, einen Berufsgang zu wählen, der attraktive Möglichkeiten zur Weiterentwicklung eröffne, ergänzte Westerfellhaus. „Uns ist vollkommen klar, dass mit der Vereinheitlichung keine Absenkung der Qualität eintreten darf. Das wird nicht geschehen. Aber die Forderung nach einer Reform kommt ja aus der Profession selbst", so der DPR-Präsident im Interview. Die einzelnen pflegerischen Tätigkeitsfelder bewegten sich aufeinander zu. Deshalb sei die Durchlässigkeit der Sektoren so wichtig. 

Stutzig mache Westerfellhaus indes der Widerstand aus den Reihen der privaten Anbieter der Altenpflege. Wer öffentlich als Pflegevertreter auftrete, solle auch die Profession ausüben. „Das vertreten von Arbeitgeberinteressen ist eine ganz andere Sache", so Westerfellhaus weiter. Die Berufsgruppe selbst stehe jedenfalls „voll hinter der Reform".

Gröhe kündigte an in der Zeitung, im März Eckpunkte einer Verordnung mit den Ausbildungsinhalten vorzulegen. „Künftig reden wir von einer Profession Pflege. Das wird auch auf die Bezahlung gute Auswirkungen haben."  

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