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AOK schießt gegen Gröhes Gesetzentwurf

Die generalistische Pflegeausbildung zielt nach Ansicht von Martin Litsch, Vorstandsvorsitzender des AOK-Bundesverbands, in die richtige Richtung. Allerdings kritisiert er heftig den von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) und Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) vorgelegten Gesetzentwurf. Das darin vorgelegte Finanzierungskonzept sei „ganz schlecht" und führe zu einer „Umverteilung zulasten der Sozialversicherung, die wir nicht akzeptieren können", sagte Litsch am Montagvormittag bei der Vorstellung des AOK-Pflegereports 2016. 

Der AOK-Chef forderte, dass die Länder die Finanzierung der Schulen übernehmen sollten, so wie dies in der betrieblichen Ausbildung üblich sei. Die Arbeitgeber in den Krankenhäusern, Pflegeheimen und ambulanten Diensten würden dann die Ausbildungsvergütung finanzieren. Der derzeitige Vorschlag sehe hingegen vor, dass sich die Länder mit weniger als zehn Prozent an der Finanzierung beteiligten. Außerdem sei das Konzept bestehend aus 16 Länderfonds zur Finanzierung „sehr kompliziert und bürokratisch".
 
Litsch sprach sich ferner für eine Straffung der Pflegeleistungen aus, damit pflegende Angehörige leichter an Unterstützungsangebote kommen könnten. So sollten etwa Verhinderungs- und Kurzzeitpflege zusammengelegt werden. „Statt hier zwei verschiedene Regelungen und Budgets vorzusehen, sprechen wir uns für die Bündelung aus. Es geht um 3.224 Euro für 14 Wochen je Kalenderjahr. Pflegende Angehörige wissen selbst am besten, wie sie während einer Auszeit das Geld am sinnvollsten einsetzen können."
 
Adelheid Kuhlmey, Direktorin des Instituts für Medizinische Soziologie und Reha-Wissenschaft an der Charité, warb auf der Pressekonferenz für die generalistische Ausbildung. „Wir brauchen insgesamt neue Kompetenzen in der Pflege und eine Modernisierung der Altenpflege, weil sie heute andere Aufgaben hat als früher", sagte sie mit Verweis auf „hochgradig kranke Menschen", die heute anders als bei Einführung der Altenpflege in Pflegeheimen versorgt würden. 
 
 

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