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Laumann attackiert Arbeitgeberverband Pflege

Der Pflegebeauftragte der Bundesregierung Karl-Josef Laumann (CDU) hat heftig auf Vorwürfe vonseiten der privaten Arbeitgeber in der Pflege reagiert. Bei der Pressekonferenz anlässlich der Eröffnung des Deutschen Pflegetags am Nachmittag in Berlin zitierte Laumann Äußerungen von Thomas Greiner, Präsident des Arbeitgeberverbands Pflege, er leide wegen seiner Unterstützung des geplanten Pflegeberufegesetzes an Wahrnehmungsstörungen und solle zum Arzt gehen. Dazu sagte der Pflegebeauftragte: „Es spricht viel dafür die Generalistik einzuführen. In dieser Auseinandersetzung fällt mir eines auf, dass diejenigen, die die Generalistik nicht wollen, auch diejenigen sind, die Tarifverträge nicht wollen."

Die Arbeitgeber, die sich bemühten, Tarifverträge einzuführen, seien auch für die Generalistik. „Menschen, die in der Pflege  keine Tarifverträge wollen, meinen es auch nicht gut mit der Pflege. Von diesen Leuten lasse ich mir auch keine Ratschläge geben, wie ich ein Pflegeberufegesetz machen soll", sagte Laumann in Richtung Greiner. Er zeigte sich auch als Unterstützer der Idee von Pflegekammern. Es sei nicht die beste Lösung, dass die Politik Ausbildungsinhalte festschreibe. Vielmehr sei es höchste Zeit, dass die Pflege das selbst in die Hand nehme, wie es in vielen Berufen in Deutschland üblich sei. „Deswegen sehe ich die Entwicklung von Pflegekammern positiv", sagte Laumann.

Der Präsident des Deutschen Pflegerats (DPR), Andreas Westerfellhaus, sagte auf der Pressekonferenz auf Nachfrage der Fachzeitschrift „Die Schwester Der Pfleger", er halte den Start einer Bundespflegekammer bereits im kommenden Jahr für sinnvoll. Selbst wenn diese bis dahin keine Körperschaft des öffentlichen Rechts sei, könne sie die Interessen der bis dahin bereits eingeführten Landespflegekammern bündeln.

Auf dem Deutschen Pflegetag in Berlin erhält am Donnerstag Friederike zu Sayn-Wittgenstein den Deutschen Pflegepreis 2016. Der DPR ehrt mit der Auszeichnung eigenen Angaben zufolge die enormen Verdienste der Pflege- und Hebammenwissenschaftlerin für das Hebammenwesen in Deutschland. Der Sonderpreis des diesjährigen Deutschen Pflegepreises geht an die Pflegenden der Charité in Anerkennung für ihren Einsatz für mehr Personal, bessere Arbeitsbedingungen und eine höhere Patientensicherheit. „Der Verschlechterung der Personalsituation in den Krankenhäusern kann man lange zusehen – aber dann ist der Punkt erreicht, an dem man merkt, dass sich trotz aller Appelle nichts bewegt. Dann ist man gezwungen und berufsethisch verpflichtet, schärfere Maßnahmen zu ergreifen. Das haben die Pflegenden der Charité getan", sagte Westerfellhaus.

 

 

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