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Helios setzt auf IT statt mehr Pflegekräfte

Eine höhere Zahl von Pflegefachkräften im Krankenhaus führt nicht unbedingt zu einer besseren Qualität. Das sagte Jörg Reschke, Finanzvorstand des Helios-Konzerns, auf dem Krankenhauscontrollertag am Donnerstagmittag in Potsdam unter Verweis auf unternehmensinterne Daten seines Hauses. Entscheidend für eine bessere Qualität sei vielmehr eine exzellente Ausstattung der Krankenhäuser mit IT. Reschke äußerte sich kritisch zu Vorschlägen, die Vergütung der Kliniken an das Vorhandensein von Pflegefachkräften zu koppeln. Personalstandards führten am Ende dazu, dass examinierte Pflegekräfte wieder Tätigkeiten selbst erledigen müssten, die bisher Servicepersonal erledige, also etwa Bettenmachen.

Reschke entgegnete ferner Vorwürfen, der börsennotierte Konzern setze auf finanziell besonders lukrative Leistungen im medizinischen Katalog. „Wir bieten die komplette Breite der Versorgung", sagte er. „Sehr konsequent" agiere Helios beim Thema Mindestmengen. Am Beispiel Operationen an der Speiseröhre erklärte er: „Wir haben bei uns nachgewiesen, dass es einen absolut direkten Zusammenhang zwischen der Häufigkeit, in der man so komplexe Eingriffe vornimmt und dem Überleben der Patienten gibt." Dabei sei die Operation selbst oft weniger das Problem, sondern viel stärker die Nachsorge.

Helios setzt Reschke zufolge bei der Krankenhaussteuerung nicht auf das Mittel der innerbetrieblichen Leistungsverrechnung. „Wir arbeiten sehr intensiv am Thema Verweildauer", erläuterte er. Helios liege dabei deutlich unter dem Durchschnitt anderer Krankenhäuser. „In den USA gibt es bereits die ambulante Hüfte. Damit müssen wir uns in den Krankenhäusern befassen", sagte er. Wichtig sei, dass die Ärzte selbst die von ihnen behandelten Fälle kodierten. Dadurch sänke die Verweildauer auch relativ rasch bei neu übernommenen Häusern. Schließlich erfolge eine bessere Absprache zwischen den verschiedenen Einheiten, wodurch Diagnose- und Behandlungsprozesse ohne unnötige Wartezeiten funktionierten, was die Verweildauer sänke. Daraus wiederum ergebe sich die Möglichkeit, mehr Patienten aufzunehmen oder Stationen über das Wochenende zu schließen.

Reschke sagte, Helios arbeite wie andere Krankenhäuser auch mit einem Personalkostenanteil von 69 Prozent. „Wir bezahlen nach Tarif." Deutlich geringere Kosten weise man im Tertiärbereich aus, etwa bei den Kosten für die Verpflegung der Patienten.

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