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Verdi beklagt Überstundenberg der Klinikbeschäftigten

35,7 Millionen Überstunden – das ist die Bilanz der Beschäftigten in deutschen Kliniken, die aus einer bundesweiten Erhebung der Gewerkschaft Verdi in 295 Krankenhäusern hervorgeht. Danach würden zur Sicherstellung der Versorgung bereits im Vorfeld durchschnittlich vier Stunden in die Dienstpläne der Ärzte und Pflegekräfte einkalkuliert. Hinzu kämen zwölf unvorhersehbare Überstunden pro Beschäftigten im Monat. Das Personal im Gesundheitswesen so „auszupressen" sei beschämend und habe schwerwiegende Folgen für die Betroffen, beispielsweise überdurchschnittlich hohe Krankenstände, kritisierte Verdi-Bundesvorstandsmitglied, Sylvia Bühler, am Donnerstag in Berlin.

Um Überstunden dauerhaft zu vermeiden, machte sich die Gewerkschaft für 17.800 zusätzliche Stellen in den Krankenhäusern stark. Das Pflegestellenförderprogramm der Bundesregierung, mit dem in den nächsten Jahren bis zu 6.200 zusätzliche Stellen finanziert werden sollen, reiche nicht aus. Für Altenpflegeeinrichtungen sei eine Personalbemessung zwar bereits gesetzlich verankert, trete aber erst 2020 in Kraft. Das ist laut Verdi allerdings viel zu spät. Die Gewerkschaft fordert auch für diesen Bereich eine sofortige Einführung von bundesweit gesetzlichen Personalmindeststandards.
 

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