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Gröhe vorsichtig kompromissbereit bei Generalistik

Im Streit über die Reform der Pflegeausbildung ist das Bundesgesundheitsministerium (BMG) nach Informationen des BibliomedManagers zu einigen Kompromissen bereit. Demnach kann unter anderem die künftige Berufsbezeichnung weiterhin eine Spezialisierung in der Ausbildung wiedergeben, insbesondere in der Kinderkrankenpflege. Die Schwerpunktsetzung innerhalb der künftigen neuen Pflegeausbildung könne dadurch deutlicher werden, heißt es im Haus von Minister Herrmann Gröhe (CDU).

Die in der öffentlichen Anhörung im Bundestag geäußerten Zweifel sollen demnach in Teilen aufgenommen werden. Auch könnte es möglich sein, nach zwei Jahren eine Zwischenprüfung zu ermöglichen, mit der sich die Auszubildenden für einen Helfer- oder Assistenzberuf qualifizieren. Unterm Strich will Gröhe die Reform der bisherigen drei Ausbildungsberufe der Gesundheits- und Kranken-, der Gesundheits- und Kinderkranken- sowie der Altenpflege aber weiterhin zu einem gemeinsamen generalistischen Berufsbild mit Schwerpunktsetzung zusammenfassen. 

Drei verschiedene Ausbildungsberufe, wie sie etwa das sogenannte integrative Modell der Grünen vorsieht, lehnt man im BMG aber ab. Ein solcher Ansatz würde den Sinn der Reform infrage stellen. Vor der Sommerpause konnten sich die Fraktionen von SPD und CDU/CSU nicht einigen, ob sie den Gesetzentwurf von Gröhe zustimmen. Auch innerhalb der Parteien herrscht kein einheitliches Meinungsbild. Gröhe hofft nun offenkundig, dass seine Reform nach der Sommerpause doch noch eine Mehrheit bekommt.

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