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Osterbrink: „Gewalt in der Pflege geht alle an"

Der Pflegewissenschaftler Professor Jürgen Osterbrink hat auf dem Deutschen Fachpflegekongress am vergangenen Freitag in Dortmund eine stärkere Sensibilisierung der Berufsgruppe für Gewaltvorfälle in der Pflege gefordert. Gewalt sei allgegenwärtig – auch in der Pflege. „Öffentlich werden meist nur die extremsten Fälle", sagte Osterbrink, Vorstand des Instituts für Pflegewissenschaft und -praxis an der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität Salzburg. „Vorstufen von Gewalt werden vielfach nicht erkannt, Verdachtsmomenten wird zu wenig Glauben geschenkt." Seine Botschaft an die rund 450 Teilnehmer des Fachkongresses: „Bauen Sie innere Antennen für Gewaltmomente auf." Ärzte und Pflegende seien oft die ersten und einzigen Ansprechpartner für die Opfer. „Gehen Sie jedem Verdacht nach, auch wenn Sie nicht ganz sicher sind. Jeder Gewaltvorfall muss gemeldet werden."

Weitere Highlights der Veranstaltung waren Fachvorträge zu den Dauerthemen Beatmung, Frühmobilisierung und Infektionsprophylaxe, aber auch der humoristische Beitrag von Matthias Prehm. Der Intensivpfleger und Gründer der Agentur „HumorPille" regte an, in Zeiten von Stress und Überbelastung den Humor stärker als Ressource zu nutzen. Hier sei in einem sensiblen Umfeld wie der Intensivstation aber Achtsamkeit gefragt: „Nur wenn Empathie und Wertschätzung vorhanden sind, kann Humor funktionieren."

Der Deutsche Fachpflegekongress – in diesem Jahr im Kongresszentrum an den Westfalenhallen, Dortmund, – fand zum vierten Mal statt und bot mit insgesamt 26 Fachvorträgen aus den Bereichen Intensivpflege, Anästhesie und pädiatrische Intensivpflege sowie einer großen Industrieausstellung ein umfangreiches Fortbildungsangebot und Diskussionsforum. Auch die Praxisworkshops am zweiten Veranstaltungstag im St.-Johannes-Hospital Dortmund kamen bei den Teilnehmern sehr gut an.

Die Deutsche Gesellschaft für Fachkrankenpflege und Funktionsdienste (DGF) ist Veranstalter des Kongresses, der in Kooperation mit dem Universitätsklinikum Münster, St.-Johannes-Hospital Dortmund und dem Bibliomed-Verlag alljährlich tagt.

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