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Mai: "Wann eine Bundespflegekammer kommt, entscheiden wir"

Die Bundespflegekammer ist das Ziel des rheinland-pfälzischen Kammerpräsidenten Markus Mai. Das betonte er am Freitag auf der 38. Fortbildung für Pflegende im Kongress Palais Kassel vor mehr als 1.100 Teilnehmern. Entgegen der Beteuerungen bundespolitischer Pflegevertreter verdeutlichte er aber auch: „Die Landespflegekammern entscheiden, wann der richtige Zeitpunkt für eine Bundespflegekammer ist." Die Kammer dürfe nicht als Konkurrenz zu Gewerkschaften und Berufsverbänden angesehen werden, sondern sie sei „die einzige Möglichkeit, um den Berufsstand Pflege weiterzuentwickeln". Mai appellierte an die mehr als 37.000 registrierten Mitglieder der rheinland-pfälzischen Kammer, diese Entwicklung mit voranzutreiben. Er forderte in seinem Vortrag außerdem einen „Pflegegipfel" gemeinsam mit Verbänden und Gewerkschaften, um die Pflege voranzubringen. „Wir müssen gemeinsam überlegen, was gut für unseren Berufsstand ist", so Mai. „Es geht nicht um Einzelinteressen." Im Video-Interview mit dem Online-Portal Station24, erläutert Mai darüber hinaus, warum eine Bundespflegekammer neben der Landespflegekammer wichtig ist. Das Interview steht in Kürze auf dem Portal zur Verfügung.

Neben der Berufspolitik ging es auf der Tagung auch um praxisnahe pflegerische Themen, wie Bewegungsförderung oder Inkontinez. Die renommierte Pflegewissenschaftlerin Angelika Zegelin verdeutlichte mittels konkreter Beispiele eindrücklich, wie schon mit wenig Aufwand, Heimbewohner zu Bewegung animiert werden können. Wichtig sei es, „Bewegungsgründe" zu schaffen, damit Bewohner oder Patienten den Sinn in der Bewegung sähen. Solche Bewegungsgründe sollten immer an die individuellen Erinnerungen der jeweiligen Person anknüpfen, empfahl Zegelin.

Die Inkontinenz-Expertin Daniela Hayder-Beichel betonte, wie wichtig ein respektvoller Umgang mit inkontinenten Patienten ist. Pflegende müssten lernen, Hinweise der Patienten wahrzunehmen, um dann überlegt und sensibel über das Tabuthema Inkontinenz mit ihnen sprechen zu können. Aufgabe der Pflegenden sei es, Betroffene aus dem gesellschaftlichen Abseits zu holen.

Zu der Veranstaltung in Kassel hatten die B. Braun-Stiftung und die Redaktion „Die Schwester Der Pfleger" eingeladen. Die Fortbildung für Pflegende zählt zu den größten Fachforen für Pflegende in Deutschland.

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